Musikverein
"Melodienkranz"
Hausbach


Seine Entstehung und seine Geschichte
nach mündlichen Überlieferungen und schriftlichen Aufzeichnungen

Eigentlich weiß man nicht, wer in Hausbach mit dem Musizieren begann. Keine gesicherte Überlieferung vermag zu vermitteln, wann und aus welchen Instrumenten die ersten Melodien erklangen. Unbekannt bleibt, woher sie es konnten und wer den ersten Hausbacher Musikanten als Lehrer zur Verfügung stand.
Im Vergleich zu heute waren es gewiss nur einfache Melodien und Volkslieder die zu vernehmen waren, doch hatte die „einfache“ Musik in dieser fernen Zeit, in der man noch nichts von Radio und Fernsehen, von konservierter Unterhaltung auf Platten, Tonbändern und CDs wusste, sicherlich einen hohen Stellenwert. Musik, von wenigen für viele dargebracht, war zunehmend und vielseitig einsetzbar. Musik brachte einen Hauch von Kultur. Sie konnte Fröhlichkeit verbreiten, ernste Veranstaltungen und Ereignisse umrahmen oder einfach nur unterhalten.
Wenn solcherlei Musik sei es mit Streich , Zupf oder Blasinstrumenten wie man aus Erwähnungen unserer Vorfahren weiß, auch schon lange Zeit vorher in Hausbach gemacht wurde, so kann das Jahr 1894 mit Sicherheit als zeitlicher Ursprung der Hausbacher Blasmusik gelten. Es waren damals Matthias Adler, Johann Carel, Peter Langenfeld, Johann Ospelt, Nikolaus Ospelt und Johann Reinert, die sich dem Musizieren mit Blasinstrumenten verschrieben.

Sie kannten keine Noten, waren aber offenbar voller Musikalität und mit Eifer bei der Sache und es schien ja trotzdem und immerhin funktioniert zu haben. Es waren wohl in der Hauptsache Tanzveranstaltungen, zu denen diese Musiker in der Öffentlichkeit aufspielten.
Dies dauerte bis wenige Jahre nach der Jahrhundertwende. Die Natur forderte ihr Recht, die sechs Mann starke Gruppe brach aus Altersgründen auseinander. Doch das gemeinsame Musizieren ließ sich in Hausbach nun nicht mehr aufhalten. In den Jahren 1907/1908 waren es Johann, Matthias und Peter Ospelt, die Söhne von Nikolaus Ospelt, die zusammen mit Matthias Adler, Nikolaus Jacobs, Peter Morbe, Johann Peter Orth und den Brüdern Josef und Nikolaus Reinert, das unterbrochene Werk neu begannen. Diese Männer lernten und spielten nach Noten und gaben so dem Musizieren eine solide Basis.

Doch was so gut begann, wurde durch den Beginn des 1. Weltkrieges jäh unterbrochen. In diesem Krieg starben die Musiker Matthias Adler, Johann Peter Orth und Matthias Ospelt. Die Überlebenden, zu denen Josef Ladwein und Michel Ackerrnann hinzukamen, machten nach dem Krieg weiter. Das Interesse an der Musik wuchs, es kamen weitere junge Männer, die mitmachen wollten.
So fasste man in den Jahren 1923 / 24 den Entschluss, sich ernsthaft zu organisieren und fortan als echter Verein aufzutreten. Von da an musizierte man als „Musikverein Melodienkranz Hausbach“.
Gründungsmitglieder waren: Peter Morbe, Josef Ladwein, Johann Ladwein, Michel Ackermann, Josef Lauer, Ernst Lauer, Johann Lang, Nikolaus Simon, Franz Simon, Mathias Jacobs, Alfons Kreis, Peter Fassbender, Josef Heiser, Johann Klauck, Johann Fassbender, Nikolaus Heiser, Peter Schwarz, Johann Loth, Johann Reinert, Alois Reinert, Paul Schmitt und Alfons Schütz.
Diese Vereinsmitglieder wählten sich folgenden und damit den ersten Vereinsvorstand:

1. Vorsitzender: Josef Ladwein
2. Vorsitzender: Michel Ackermann
Schriftführer: Johann Reinert
Kassierer: Josef Heiser
Dirigent: Peter Morbe.

Von dieser Zeit an nahm der Verein einen ständigen Leistungsaufschwung. Es gab allerdings auch mehr oder weniger große Rückschläge. Dies vor allem und ernsthaft in der Zeit der nationalsozialistischen Herrschaft, als massiv versucht wurde, den Verein parteiorganisatorisch zu übernehmen und politisch und ideologisch einzubinden. Dies führte zum Austritt einer ganzen Anzahl aktiver Musiker und zu vereinsinternen und öffentlichen Auseinandersetzungen, die mit Ausbruch des Krieges im September 1939 dann zwangsläufig beendet wurden. Die meisten Musiker wurden zum Kriegsdienst einberufen. Wieder erlosch das Vereinsleben für eine Reihe von Jahren. Und auch in diesem, dem 2. Weltkrieg, mussten wieder einige Musiker ihr Leben lassen. Es waren Alfons Schütz, Franz Simon, Ludwig Kreis, Rudolf Loth und Josef Reinert, die aus dem schlimmsten aller Kriege nicht mehr zurückkehrten.

Mit dem Kriegsende schien auch das Musizieren endgültig vorüber. Es fehlte nicht nur an Instrumenten, die zum größten Teil zerstört waren. Die Niederlage war so vollkommen, die Demoralisierung so tiefgreifend und die Not der Menschen so groß, dass sich in den ersten Monaten und Jahren nach Kriegsende die Frage nach einem Vereinsleben gleich welcher Art und Zielrichtung nicht stellte. Hinzu kam, dass das Wiederaufleben jedweder Vereinstätigkeit von den Besatzungsmächten verboten war. Es durften sich dann ab 1947 lediglich so genannte „Kulturvereine“ bilden.

Als Sparte „Musik“ eines auch in Hausbach ins Leben gerufenen Kulturvereins wurde dann unter Peter Morbe wieder versucht, zu musizieren.
Es fehlte freilich an allem. Unersetzlich waren die gefallenen Musiker, zudem waren es einige der Überlebenden, die sich, unter dem Eindruck der furchtbaren vergangenen Jahre stehend, nicht mehr aufraffen konnten, Musik zu machen. Es fehlten Instrumente und Noten, die nicht zu beschaffen waren.

Doch trotz alledem wurde musiziert! Es ging mehr oder weniger gut bis 1949. Bei dem im August / September 1949 durch die Sparte „Theater“ des Kulturvereins aufgeführten Freilichtspiel „Die Jungfrau von Orleans“ übernahmen die Hausbacher Musiker das gesamte Rahmenprogramm. Dies sowohl bei den Festzügen in den „Jungenwald“, als auch bei den den Aufführungen folgenden Tanzveranstaltungen (Damals wurde noch von Jung und Alt nach blasmusikalisch dargebotenen Melodien getanzt). Nach diesen Ereignissen (es waren insgesamt, am 15.08.1949 beginnend, vier Sonntagsaufführungen) war es dann, mit dem Versuch Musik zu machen, auch schon wieder vorbei. Der Kulturverein als „Oberorganisation“ der einzelnen Sparten löste sich ebenfalls noch im gleichen Jahr auf. Es hatte sich nun unweigerlich gezeigt, dass einfach noch zu wenig Substanz zum gedeihlichen Neuanfang vorhanden war.
Einige der Hausbacher Musiker schlossen sich dem wieder aufstrebenden Musikverein im benachbarten Britten an. Es waren Peter Morbe, Nikolaus Simon, Mathias Jacobs, Ernst Lauer, Johann Ladwein und Alois Reinert, die dadurch tatkräftig mithalfen, den MV Britten wieder auf die Beine zu stellen.

So blieb es bis 1953. Nachdem zunehmend mehr und mehr Stimmen laut wurden, die sich dafür aussprachen, den Hausbacher Musikverein zu reaktivieren, fand am 08. August 1953 eine erste zielgerichtete Besprechung statt. Das bekundete Interesse, vor allem junger Männer, die Musiker werden wollten, war erfreulich groß. So kam man denn auch schnell überein, beim Bürgermeisteramt in Losheim die Genehmigung zur Durchführung einer Wiedergründungsversammlung des Musikvereines zu beantragen. Nach Erteilung der Erlaubnis fand die Versammlung schließlich am 30.08.1953 im Lokal Ackermann statt. Die Anwesenden beschlossen, den Verein in seinem ursprünglichen Namen „Melodienkranz“ weiterzuführen und wählten folgenden Vorstand:

1. Vorsitzender: Nikolaus Simon
2. Vorsitzender: Peter Kunz
Schriftführer: Ludwig Schmal
Kassierer: Mathias Jacobs
Beisitzer: Johann Ladwein
Nikolaus Schmal
Hans Schmitt
Dirigent: Peter Morbe.

Es wurde beschlossen, monatlich eine Mitgliederversammlung abzuhalten und dabei jeweils einen Beitrag von 50 Franken (ffrs) einzuziehen. Interessenten, die nach dem 01. Januar 1954 dem Verein beitreten wollten, hatten eine Aufnahmegebühr von 100 ffrs zu entrichten.
Da dringend Instrumente beschafft werden mussten, wurde bei der Darlehnskasse in Britten ein Darlehn in Höhe von 70.000 ffrs beantragt, wozu sich jedes einzelne Mitglied als Bürge verpflichtete. Zur Tilgung dieser Schuld zahlte jedes Mitglied einen zusätzlichen Wochenbeitrag in Höhe von 50 ffrs. Von der Gemeinde Hausbach wurden auf Antrag schon wenige Tage nach der Neugründung des Vereins 30.000 ffrs zur Verfügung gestellt.

Von da an fanden regelmäßig Monatsversammlungen statt, wobei festzustellen war, dass der Verein sich bei der Bevölkerung zunehmender Beliebtheit erfreuen konnte. Dies äußerte sich auch darin, dass in den ersten Jahren mehr als 40 Anträge auf Mitgliedschaft gestellt wurden.
Die weitere Entwicklung verlief so ansprechend, dass bereits im Jahre 1954 ein Jubiläumsfest über 60 Jahre Musikgeschichte in Hausbach gefeiert wurde. Das Fest fand60 jähriges Jubiläum 1954 am 03. und 04. Juli 1954 im "Jungenwald" bei zeitweise strömendem Regen statt. Es hatten sich mehr als 20 auswärtige Gastvereine eingefunden. Erstaunlich war, die vielen Gäste ließen sich durch das widrige Wetter nicht vertreiben. Sie spannten Schirme auf und blieben sitzen. Als dann gegen Abend bekannt wurde, dass Deutschland in der Schweiz Fußballweltmeister geworden war, wurde aus dem Musikfest ein Chorkonzert. Wie auf Kommando erklang das Deutschlandlied und zwar die erste Strophe , Friedhofsgang 1954was damals gerade für Saarländer gefährliche Folgen haben konnte. Als dann die Musikkameraden aus Greimerath, die ohnehin nur mit Schwierigkeiten die Grenze aus dem "Reich" zu uns hatten passieren dürfen, auch noch kräftig ins Horn stießen und die singenden Festbesucher unterstützten, jubilierte der "Jungenwald", aber das Maß war voll. Polizei und Bürgermeisteramt waren jedenfalls noch Wochen später mit der Aufklärung dieser politischen "Ungeheuerlichkeit" beschäftigt.

Ansonsten war das Fest ein grandioser Erfolg. Dem Verein bescherte es einen kräftigen Schub. Es ging aufwärts!

Am 01.08.1954 trat Peter Morbe aus Altersgründen als Dirigent zurück und überreichte Alfons Kreis den Taktstock.

Am 11.12.1955 übernahm Mathias Thomas das Amt des 1. Vorsitzenden, um es am 23.12.1956 an Mathias Jacobs abzugeben.

Am 01.12.1957 trat Alfons Kreis als Dirigent zurück. Sein Nachfolger wurde Josef Lauer. Dieser blieb bis zum 26.11.1961, um dann von Johann Ladwein als musikalischer Leiter abgelöst zu werden.

Die Entwicklung des Vereins verlief positiv. Die musikalische Leistung wurde ständig und deutlich besser, der Mitgliederstand wuchs.

Prozession zum Friedhof 1962

Standkonzert 1963

Am 30.06.1963 übernahm Rudi Schild den Vereinsvorsitz.
Nachdem in der Versammlung vom 18.01.1964 Alfons Kreis das Dirigentenamt wieder übernommen hatte, wurde dort auch beschlossen, in diesem Jahr aus Anlass des 70 jährigen Bestehens des Vereins mit einem großen Fest wieder an die Öffentlichkeit zu treten. Zu diesem Stiftungsfest, welches in der Zeit vom 6. bis zum 8. Juni 1964 stattfand, war erstmals ein großes Festzelt geordert worden. Das Zelt wurde im Hof, gegenüber der Schule, errichtet. Es war nicht nur der Verein, sondern das ganze Dorf, welches eine schöne Festveranstaltung unter dem Protektorat von Franz Schneider und dem Festleiter Erwin Neidinger unter Beteiligung zahlreicher auswärtiger Vereine erlebte.

Im Jahre 1966 erkrankte der Dirigent Alfons Kreis und musste für mehrere Wochen den Taktstock niederlegen. Karl Kammer aus Brotdorf übernahm uneigennützig die Vertretung und gewährleistete für die Ausfallzeit den musikalischen Leistungsstand des Vereins.
Am 18.02.1967 gab der Verein seinem verstorbenen Ehrenmitglied und ehemaligen Dirigenten Josef Lauer das letzte Geleit.

In der Generalversammlung vom 19.03.1967 wurde Oswald Buchmann zum neuen Vorsitzenden des Vereins gewählt. In dieses Jahr fiel auch ein für den Verein besonderes Ereignis. Bürgermeister Neidinger hatte das Angebot gemacht, für eine Entlohnung von etwa 2.000 DM einen Graben zur Verlegung einer Abwasserleitung durch die „Bohnengärten“ herzustellen. Die Vereinsmitglieder gruben sich, am heutigen Festplatz in der Talaue beginnend, quer durch die Gärten bis weit in die Mettlacher Straße und konnten für den Erlös einen B-Bass zum Preis von 2.000 DM beim Musikhaus Schellenberg in Trier erwerben.

Am 16.03.1969 trat Alfons Kreis aus Gesundheitsgründen als Dirigent zurück. Der Verein wählte Edgar Simon zum neuen musikalischen Leiter.
In diesem Jahr feierte der Verein dann auch sein 75 jähriges Bestehen. Die Festtage vom 10. bis zum 12. Mai 1969 fanden unter der erneuten Schirmherrschaft von Franz Schneider und der Festleitung von Erwin Neidinger statt. Mit zehn Gastvereinen zur Eröffnung am 10.05. und gar 21 Orchestern am 11.05. wurde es ein herausragendes Jubiläum. Als eine der bemerkenswertesten Folgen des Festes blieb festzustellen, dass sich gleich 11 Jugendliche für die Blasmusik zu interessieren begannen und sich als „Lehrlinge“ in den Verein meldeten.
Einige Monate später vollzog sich dann ein erneuter Dirigentenwechsel. Edgar Simon trat zurück.

In der Generalversammlung vom 28.03.1971 wurde Reinhold Lauer zu seinem Nachfolger gewählt.

80 jähriges Jubiläum 1974In der Zeit vom 18. bis zum 20. Mai 1974 feierte der Verein sein 80 jähriges Bestehen. Mit dem Losheimer Bürgermeister Raimund Jakobs als Schirmherrn, und zum dritten Mal mit dem Festleiter Erwin Neidinger, wurde es ein großes Fest, dessen abschließende Krönung zweifelsfrei der vom Dirigenten Reinhold Lauer in Auftrag gegebene Tonfilm über Hausbach und den Festverlauf war eine wunderschöne Dokumentation und bleibende Erinnerung.

Am 23.05.1974 verstarb der Ehrenvorsitzende Josef Ladwein. Er war der erste "Melodienkranz Vorsitzende" und konnte über viele Jahre den Aufstieg des Vereins erleben und gar kurz vor seinem Tod das 80 jährige Stiftungsfest noch mitfeiern. Der Verein gab ihm das letzte Geleit.

Am 05.12.1974 trug der Verein seinen alten Ehrendirigenten Peter Morbe, ein wahrhaftes Urgestein Hausbacher Musiklebens, zu Grabe.

Am 22.01.1975 wurde der erste Nachkriegsvorsitzende, Nikolaus Simon, beigesetzt.

Nachdem im Jahre 1976 der Proberaum aus dem Gasthaus Ackermann in das Bürgerhaus verlegt worden war, stellte sich heraus, dass mit dieser durchaus vernünftigen Maßnahme nicht alle Aktiven einverstanden waren. Die Stimmung im Verein sank rapide und unsinnige Querelen brachten den „Melodienkranz“ in einen bedrohlichen Schleuderkurs.
In dieser Krisensituation trat der langjährige Vorsitzende Oswald Buchmann in der Versammlung vom 19.06.1976 zurück. Es gelang nur unter schwierigsten Bedingungen und unter eindringlichem Zureden einiger älterer Mitglieder letztlich dann doch noch, einen neuen Vorstand zu bilden. Dies allerdings auch nur, weil sich der junge Gerd Kunz bereit erklärte, den Vorsitz zu übernehmen. Es ging wieder weiter! Am 26.05.1978 nahm der Verein an der Beerdigung seines Ehrenmitgliedes und alten Dirigenten Johann Ladwein teil.
In der Versammlung vom 24.09.1978 trat der Dirigent Reinhold Lauer aus persönlichen Gründen und wegen erheblicher vereinsinterner Misslichkeiten von seinem Amt zurück. In seinem Sog verließen einige tragende aktive Mitglieder das Orchester. Wieder einmal geriet der Verein in eine schwierige Lage. Gerd Kunz übernahm schließlich das Dirigentenamt und Erwin Neidinger wurde als erster Inaktiver zum Vorsitzenden des Vereins gewählt.
So fand denn auch in der Zeit vom 02. bis zum 04. Juni 1979 das 85 jährige Stiftungsfest im kleineren Rahmen im Bürgerhaus statt. Immerhin, der Verein erholte sich langsam von den Unzulänglichkeiten der vergangenen Zeit.

Am 31.05.1980 beerdigten wir unseren 1. Vorsitzenden Erwin Neidinger, der nach schwerer Krankheit, für alle jedoch überraschend, im Alter von 52 Jahren verstorben war. Sein Tod machte eine Generalversammlung notwendig, in der dann Ludwig Schmal zum neuen Vorsitzenden gewählt wurde.

90 jähriges Jubiläum 1984In der Zeit vom 11. bis zum 13. Mai 1984 feierten wir nach zehn Jahren, wieder einmal in einem Festzelt, "90 Jahre Musikverein". Das Protektorat hatte Sparkassendirektor Willi Bauer aus Wadern übernommen. Zu diesem Fest hatten wir die 76th USArmy Band aus Kaiserslautern eingeladen. Es war für uns und unsere Gäste sensationell, was diese Leute boten. Es war eine Einmaligkeit, über die noch lange gesprochen wurde

In der Generalversammlung vom 17.03.1985 trat Ludwig Schmal vom Amt des Vorsitzenden zurück. Gerd Kunz übernahm zu seinem Dirigentenamt nun auch noch den Vorsitz des Vereins. Er blieb es bis zum 05.03.1989.

In der an diesem Tag stattfindenden Versammlung wurde Roland Schmal 1. Vorsitzender des Vereins. Unter ihm fand dann am 09./10. September 1989 auch das Fest zum 95 jährigen Bestehen des Vereins statt. Die Schirmherrschaft hatte Herr Meiers von der Volksbank Losheim und die Festleitung unser Mitglied Friedel Schwarz übernommen. Es war ein Fest, vielleicht eine Nummer kleiner als zurückliegende, aber trotzdem eine feine Veranstaltung.

Am 19.01.1990 wurde der Ehrenvorsitzende Oswald Buchmann, der infolge eines schweren Arbeitsunfalles verstorben war, unter Mitwirkung des Orchesters beerdigt.

In der Generalversammlung vom 10.03.1991 gab der 1. Vorsitzende Roland Schmal sein Amt ab. Wieder war es Gerd Kunz, der sich zur Verfügung stellte, und gewählt wurde. Dirigentschaft und Vorsitz waren wieder in einer Hand.

100 jähriges Jubiläum 1994Es nahte dann das absolute Großereignis, der Verein wurde im Jahre 1994 hundert Jahre alt. Zu dem groß angelegten Fest, welches für die Zeit vom 24. bis zum 27. Juni 1994 geplant wurde, konnte Jörg Meinecke, von der dänischen Firma Tholstrup (Cheese Tolko), als Schirmherr gewonnen werden. Der Mann stieg dann auch dem Anlass gemäß großzügig in das Geschehen ein und übernahm die gesamten Kosten für die Ausstattung des "Melodienkranz Orchesters" mit neuen Uniformen. Ein wahrhaft generöses Geschenk!
Das Fest, zu dem Vorsitzender und Dirigent Gerd Kunz mit 31 aktiven Musikern in neuen Uniformen antreten konnte, begann am Freitag, dem 24.06.1994, im großen Festzelt in der Talaue. Neben vielen Ehrengästen konnte auch Ehrendirigent Alfons Kreis, der auf 70 Jahre Vereinszugehörigkeit zurückblicken konnte, besonders begrüßt werden. Der Höhepunkt des Abends war jedoch die Verleihung der "ProMusica Plakette" durch einen Vertreter der saarländischen Landesregierung an den Verein. Nachdem der Sonntag bei großer Hitze mit dem Ehrenspielen zahlreicher Gastvereine und einem vielbeachteten Heimatabend verklungen war, sollte der nächste Tag den glanzvollen Abschluss des Festes bringen. Es begann nachmittags um 16.00 Uhr mit einer zweistündigen Live Übertragung der "Musikpalette" des Saarländischen Rundfunks, bei der u.a. Cindy Berger und Schorsch Seitz auftraten und die Stimmung im überfüllten und heißen Zelt zum Sieden brachten. Zum Abschluss des Tages und des Festes gab die 76th US Army Band Kaiserslautern ein Benefizkonzert zu Gunsten des Krankenhausfördervereins Losheim. Diese großartigen Eindrücke des letzten Festtages rundeten die rundum gelungene Jubiläumsveranstaltung ab.

Das Ereignis ist längst Erinnerung. Mit diesem Fest hatte der Verein sich und seine Leistungsfähigkeit wieder einmal unter Beweis gestellt.

Am 26.03.1995 löste Wolfgang Schmal den 1.Vorsitzenden Gerd Kunz in seinem Amt ab.

In der Generalversammlung vom 20.04.1997 wurde Patrick Schuler zum 1.Vorsitzenden gewählt.

Am 10.05.1997 starb nach 73 jähriger Mitgliedschaft im Alter von 88 Jahren das letzte Mitglied des Vorkriegsvereins, unser Ehrendirigent Alfons Kreis. Unter Mitwirkung des Orchesters wurde er am 13.05.1997 beerdigt.

Am 15.09.1999 wurde das 105 jährige Bestehen des Vereins mit einem Festkonzert unter Mitwirkung des MV Britten und der Chorgemeinschaft Hausbach gefeiert. Da das Bürgerhaus in Hausbach wegen Umbauarbeiten nicht zur Verfügung stand, fand die Veranstaltung in der Mehrzweckhalle in Britten statt.

Vom 20. – 24. Juni 2001 führte eine Konzertreise in die Partnerstadt der Gemeinde Losheim, nach Capannori in Italien. Einer der Höhepunkte dieser Reise war sicherlich die Teilnahme an einem Musikfestival in Lucca, bei dem das Hausbacher Orchester Teil eines Sternmarsches war und anschließend wie die anderen Orchester vor einer eigens aufgebauten Tribüne im Stadtzentrum ein Platzkonzert gab. Der krönende Höhepunkt des Platzkonzertes war der Vortrag der italienischen und der deutschen Nationalhymne sowie der Europahymne durch alle Orchester gemeinsam. Dieser Massenchor aus sicherlich 250 Musikern wurde von unserem Dirigenten Gerd Kunz dirigiert.

Im März 2002 trat der erste Vorsitzende Patrick Schuler aus persönlichen Gründen sowohl von seinem Amt als auch als aktiver Musiker zurück. Zu seinem Nachfolger wurde Torsten Schwarz gewählt.

110 jähriges Jubiläum 2004Unter ihm wurde am 22. und 23. Mai 2004 „110 Jahre Musik in Hausbach“ gefeiert. Als Schirmherr konnte der Inhaber der ortsansässigen Bauunternehmung, Herr Franz-Josef Laux, gewonnen werden, der am Kommersabend ein großzügiges Geschenk vor dem Bürgerhaus geparkt hatte. Der MV wurde stolzer Besitzer eines geschlossenen PKW-Anhängers, in dem fortan die sperrigen Instrumente zu den Auftritten gebracht werden konnten. So auch die Kesselpauken, die Franz-Josef Laux bereits drei Jahre zuvor für die Gestaltung seines Firmenjubiläums dem MV gestiftet hatte.
Der Festsonntag stand unter dem Motto des „Tag der Blasmusik“ der Gemeinde Losheim, bei dem die Musikvereine der Gemeinde im Hausbacher Bürgerhaus aufspielten.

In der Generalversammlung vom 06.03.2005 wurde der junge Raffael Kunz zum neuen Vorsitzenden gewählt.

Im Jahr 2006 führte vom 24. – 28. Mai eine Vereinsreise nach Berlin, wohin der saarländische Bundestagsabgeordnete Peter Altmaier den Verein eingeladen hatte. Insgesamt 84 Fahrtteilnehmer erlebten vier aufregende Tage in der Bundeshauptstadt, bei der das Orchester gar ein Platzkonzert direkt vor dem Reichstagsgebäude spielen durfte.

Am 07.11.2006 verstarb das Ehrenmitglied Egon Rass.

Dass die Mitglieder des Musikvereins neben ihrer Musik auch mit sonstigem kreativem Talent begeistern können, wurde immer wieder bei Fastnachtsveranstaltungen unter Beweis gestellt. Bei sog. Bunten Abenden an Fastnacht 1992 (Piraten), 1993 (1001 Nacht), 2000 (Wilder Westen) und 2003 brachten die Akteure mit Sketchen, Büttenreden, Liedern und Tänzen zuletzt 2007 das stets ausverkaufte Bürgerhaus zum Kochen.

Bei einer Feierstunde im neuen Cloef-Atrium in Orscholz wurde am 24.08.2007 den Vereinsmitgliedern Ludwig Schmal, Karl-Heinz Lang, Gerd Kunz und Helmut Kunz die „Kleine Ehrenplakette des Saarlandes“ für ihre langjährige Musiker- und Vorstandstätigkeit im MV Hausbach verliehen.

Eine gemeindliche Ehrung in Form der „Maria-Croon Medaille“ wurde im Jahr 2008 dem Ehrenvorsitzenden Ludwig Schmal für sein ehrenamtliches Wirken im Musikverein wie in anderen Vereinen zuteil. Die Feierstunde wurde vom Orchester mit umrahmt.

Am 15.03.2008 verstarb das 2004 ernannte Ehrenmitglied Erich Bouillon sen.

Nach entsprechenden Planungsmaßnahmen und Absprachen mit der Gemeindeverwaltung begannen im Jahr 2008 die Bauarbeiten des MV für ein Garagengebäude hinter dem Bürgerhaus, dessen Fertigstellung 2009 gefeiert werden konnte. Nun musste der neue Vereinsanhänger nicht mehr im Freien stehen und die Mitglieder hatten in zahlreichen Arbeitsstunden einen sehenswerten Garagen- und Lagerraum errichtet, der auch Platz für eine Sitzgruppe für gesellige Stunden bietet.

115 jähriges Jubiläum 2009Im Mai 2009 konnte unter der Schirmherrschaft des ortsansässigen Bäckermeisters Bernd Quinten das 115-jährige Vereinsjubiläum bei einem dreitägigen Fest im und um das Hausbacher Bürgerhaus gefeiert werden. Ein gelungenes Fest mit einem feierlichen Kommersabend am Samstagabend und dem Ehrenspielen von mehreren Gastvereinen fand seinen Ausklang mit einem Feierabendschoppen am Montag, der ebenfalls gut besucht wurde.

Eine weitere Vereinsreise wurde vom 4. bis 6. Juni 2010 durchgeführt, die die Vereinsmitglieder in zwei Bussen in die französische Partnergemeinde nach La Croix Saint Ouen führte. Dabei traf das Orchester bei zwei Auftritten auf ein derart begeistertes Publikum, dass die gastgebende Partnergemeinde das Orchester sogleich zu einer zweiten Konzertreise in 2011 einlud. Auch der Tagesausflug in die Metropole Paris bei strahlendem Sonnenschein war für die Hausbacher ein Erlebnis.

Am 14.01.2011 lud der Bassist Karl-Heinz Lang das Orchester zur Feier seines 60. Geburtstages in die Vereinsgarage ein. Einen traurigen Beigeschmack erhielt das ansonsten fröhliche Fest, als Heiner Lang verkündete, dass er nach rund 45-jährigem Wirken im Orchester des Melodienkranz seine Tuba an den Nagel hängen möchte und fortan als inaktives Ehrenmitglied dem Verein seine treuen Dienste widmen wird.

Am 07.02.2011 verstarb das Ehrenmitglied und ehemalige Dirigent Reinhold Lauer, dem im Juni 2010 noch ein Ständchen zum 80. Geburtstag gebracht werden konnte. Die Beisetzung wurde mit musikalischen Ehren des Orchesters begleitet.

In der Versammlung am 10.04.2011 gab Helmut Kunz nach fast 30 Jahren ununterbrochener Kassierer Tätigkeit sein Amt ab, blieb dem Vorstand jedoch noch vier weitere Jahre als Schriftführer Beisitzer erhalten.

Am 19.12.2011 trugen Vereinskameraden ihren Ehrenvorsitzenden Ludwig Schmal zu Grabe, nachdem ihm das Orchester wenige Wochen zuvor im September ein Ständchen zum 80. Geburtstag bringen konnte.

Am 16.10.2012 verstarb das Ehrenmitglied Matthias Thomas.

In der Versammlung am 03.05.2013 trat Raffael Kunz nach acht Jahren vom Amt des Vorsitzenden zurück. Zu seinem Nachfolger wurde Matthias Kallenborn gewählt.
Zugleich wurde Raffael Kunz neben seinem Vater Gerd zum Dirigenten des Orchesters gewählt, das er in einer Probe am 10.05.2013 zum ersten Mal leitete.

Nach einem Geburtstagsständchen zum 80. Geburtstag verstarb wenige Monate später das Ehrenmitglied Werner Schmal und wurde am 24.06.2013 beigesetzt.

Nach der Wahl im Mai 2013 erfolgte die offizielle Taktstockübergabe vom Vater an den Sohn im Rahmen eines Konzertes am 18.01.2014 im vollbesetzten Bürgerhaus. Stellte der Altmeister Gerd Kunz im ersten Konzertteil mit einem anspruchsvollen Konzertrepertoire sein dirigentisches Können abermals unter Beweis, so wurde er in einer bewegenden Laudatio von Wolfgang Schmal nach 36 Jahren Dirigent in die Reihen des Orchesters, wo er fortan das Tenorhorn spielt, verabschiedet. Der zweite Konzertteil wurde sodann von Raffael Kunz, der im April 2014 seine dreijährige Dirigentenausbildung beim Bund Saarländischer Musikvereine abschließen sollte, geleitet. Das Orchester zählte bei drei fehlenden Musikern an diesem Abend 39 Akteure.

120 jähriges Jubiläum 2014Im Mai 2014 wurde mit einem dreitägigen Fest vom 17. bis 19.05. das Jubiläum „120 Jahre Musik in Hausbach“ gefeiert. Einen beeindruckenden Auftakt nahm das Fest bereits am frühen Samstagmittag, als die durchgeführte Leserwanderung der Saarbrücker Zeitung rund 1000 Gäste auf den Festplatz vor dem Bürgerhaus brachte. Diese harrten bei strahlendem Sonnenschein, gutem Essen und natürlich Blasmusik, dargeboten vom MV Britten und dem Gemeinschaftsorchester Waldhölzbach/Mitlosheim/Rappweiler einige Stunden in Hausbach aus, bevor am Abend der Kommersabend gefeiert wurde, zu dem der Schirmherr Bernd Mayer als Vorstandsvorsitzender der Volksbank Losheim eG seine Glückwünsche überbrachte. Am Sonntag traten Gastvereine aus Düren/Kerlingen/Ittersdorf, Scheuern, Wahlen, Niederlosheim und Losheim nach einer Messe und Totengedenken auf dem Friedhof zum Ehrenspiel auf. Bei einem Feierabendschoppen, mit Musikdarbietungen des Gemeindeausbildungs- und des –Jugendorchesters, fand das Fest am Montag seinen Ausklang auf dem Bürgerhausvorplatz.

Nach 13 Diskoveranstaltungen zur Eröffnung der Hausbacher Kirmes am jeweils zweiten Samstag im Oktober wurde am 11.10.2014 der Rahmen der Veranstaltung im Bürgerhaus geändert. Es wurde das erste Hausbacher Oktoberfest mit zünftiger Livemusik und original Oktoberfestbier gefeiert. Waren die Besucherzahlen der Diskoveranstaltungen in den Jahren zuvor rückläufig, so wurde das Oktoberfest von der Bevölkerung bestens angenommen.

Das Ehrenmitglied und ehemalige Trommler Reinhold Lang verstarb am 22.02.2015.

In der Vereinsversammlung am 24.04.2015 übernahm Julian Schmal das Amt des Vorsitzenden von seinem Vorgänger Matthias Kallenborn. Der Vereinsvorsitz lag nun in dritter Generation im Hause Schmal.
Zugleich gaben die Brüder Gerd und Helmut Kunz nach 39, respektive 35 Jahren Vorstandstätigkeit ihre Ämter in jüngere Hände weiter.

Vom 24. bis 26. Juli 2015 wurde eine weitere Vereinsreise durchgeführt, die in den sonnigen Schwarzwald führte. Das Orchester führte zwei Konzerte auf; im Festsaal in Bernau und auf einem idyllischen Weingut in Durbach.

Zu Beginn des Jahres 2017 verstarb das langjährige Vereinsmitglied und großzügige Gönner des Vereins, Herr Hans-Peter Speicher. Unter Mitwirkung des Orchesters wurde dieser am 26.01.2017 beigesetzt.

Mit jährlich stattfindenden Neujahrskonzerten mit wechselnden Partnervereinen näherte sich der Verein einem nächsten Großereignis, dem 125-jährigen Bestehen im Jahr 2019.
25 Jahre nach dem großen 100-jährigen entschied sich der Verein, wieder ein großes Festzelt anzumieten, das auf dem Festplatz in der Dorfmitte in schweißtreibender Arbeit durch die Mitglieder unter Anleitung des Zeltbaumeisters errichtet wurde.

125 jähriges Jubiläum 2019Auch beim Festprogramm wurde nicht gekleckert. Mit der Formation "da Blechhauf´n" wurde eine namhafte Band der Brassmusik-Szene aus Österreich engagiert, die am Freitagabend, den 24.05.2019 mit ihrem Konzert den Festauftakt bildete. Eigens aus Wien und Graz eingeflogen, boten die sieben Profimusiker Blasmusik der Extraklasse und begeisterten die über 500 Besucher im restlos ausverkauften Festzelt. An diesem grandiosen Abend waren sich die Verantwortlichen einig, dass sich die Mühen, die zahlreichen Stunden der Planungen und das finanzielle Risiko, das die Verpflichtung der Band mit sich brachte, gelohnt hatten und der Verein mit Bravour unter Beweis stellte, dass man neben dem Musizieren auch beeindruckende Feste organisieren und durchführen kann. An diesem Freitag waren es alleine die rund 40 Aktiven, die die komplette Bewirtung der hunderten Gäste stemmten. Zugleich sorgte es für eine enorme Motivation in der gesamten Mitgliederschaft, ja im ganzen Dorf, und auch die folgenden drei Festtage gingen tadellos über die Bühne. Nach einem Festgottesdienst und der Kranzniederlegung am frühen Samstagabend, den 25.05.2019, wurde die Hauptstraße durch Hausbach gesperrt, denn angeführt vom MV Bachem/Rimlingen/Rissenthal marschierte der Festumzug vom Friedhof ins Zelt in der Talaue ein. Dort angekommen, erschien der Schirmherr des Festes, Herr Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier mit seinem Konvoi und beehrte die Gäste. Im Ehrenreigen wurde dem "Melodienkranz" die Goldene Plakette der Bundesvereinigung Deutscher Musikverbände verliehen. Mit der Band Tonwerk wurde nach dem offiziellen Teil bis spät in die Nacht gefeiert. Der Sonntag, zugleich der Wahlsonntag des Bürgermeisters der Gemeinde Losheim am See, stand im Zeichen der Gastspiele mehrerer befreundeter Orchester. Ein Highlight war dabei der Sternmarsch, bei dem vier Orchester zum Festzelt marschierten und dort zusammen mit dem MV Ommersheim auf der Bühne einen klangvollen Massenchor bildeten. Doch damit nicht genug - für den Sonntagabend konnte mit der Big Band der Polizei des Saarlandes ein weiterer namhafter Klangkörper nach Hausbach gelockt werden. Zugunsten des Kinder-Hospizdienst Saar gaben die Polizeimusiker ein schwungvolles Benefizkonzert.
Mit dem Feierabendschoppen ab 16:00 Uhr und dem Gastspiel weiterer Musikvereine und einer Band fand das Fest schließlich am Montag sein würdiges Ende. Im Verlaufe des Festes konnten verdiente Mitglieder und Musiker durch den BSM wie auch vereinsintern geehrt werden. Zu Ehrenmitgliedern des Vereins wurden die langjährigen Mitglieder Michael Bouillon, Diethard Rolinger, Wolfgang Schmal und Friedel Schwarz ernannt.

Das Jahr 2019 ging mit einigen Auftritten zu Ende und 2020 startete abermals mit einem Neujahrskonzert am 18. Januar, diesmal zusammen mit dem MV Saarhölzbach im proppenvollen Bürgerhaus. Bei dem unbeschwerten Konzertabend und auch einer freudigen Fastnacht mit der traditionellen Teilnahme am Umzug in Losheim Ende Februar ahnte noch keiner, dass eine Pandemie schon bald das gesamte gesellschaftliche Leben zum Erliegen bringen würde.
Am 13.03.2020, an dem Tag, an dem das Helferfest des 125-jährigen gefeiert werden sollte, trat die erste Verordnung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie im Saarland in Kraft und untersagte sämtliche sozialen Kontakte über das Familienleben hinaus. Das Corona-Virus grassierte weltweit und brachte natürlich auch das Vereinsleben in Hausbach zum Erliegen. Es vergingen lange Wochen, bis sich die Fallzahlen im Sommer besserten. Der MV baute sich nun gar eine Brücke über das Versammlungsrecht und hatte am 07.06.2020 unter dem Motto "Die musische Kultur in der Corona-Krise - für die Fortsetzung der Vereins- und Jugendarbeit innerhalb breitenkultureller Vereine" eine Demonstration angemeldet, um so unter strenger Beachtung der Corona-Auflagen auf dem Bürgerhausvorplatz endlich wieder zusammen Musik machen zu können. Nach weiteren Wochen wurden Proben im Außenbereich mit festgelegten Abständen zwischen den Musikern und ausgearbeiteten Hygienekonzepten wieder möglich. Doch die Erleichterungen hielten nicht lange an, sondern mussten die Aktivitäten ab dem Herbst wieder eingestellt werden. Man behalf sich bis in den Sommer 2021 mit gelegentlichen und aus der Not geborenen Aktionen, wie dem Musizieren aus dem heimischen Fenster oder Aktionen über Social Media Dienste, wozu die Musiker Videos mit ihren Instrumenten produzierten.
Im Sommer war dann wieder Vereinsarbeit unter Auflagen möglich und der MV konnte etwa am 27.06.2021 beim 40-jährigen Priesterjubiläum des Herrn Pastor Bier in Britten aufspielen.

In Zeiten der Pandemie erschütterte die Menschen zudem eine Unwetterkatastrophe. In der Nacht zum 15.07.2021 brach eine Jahrhundertflut über das Ahrtal in Rheinland-Pfalz herein, bei der 135 Menschen ihr Leben ließen, hunderte Verletzte und tausende zerstörter Häuser zu verzeichnen waren. Unter dem Eindruck der apokalyptischen Bilder aus dem Flutgebiet, die um die Welt gingen, organisierte der MV am Morgen des 18.07. eine Sammelaktion von Hilfsgütern. Nach kurzer Zeit war der Vereinshänger prall gefüllt und wurde von den Musikern Schmal und Kunz ins Katastrophengebiet gebracht.

In diesen turbulenten Zeiten im Jahr 2021 verstarb am 14.08. das Ehrenmitglied und langjähriger Hausbacher Ortsvorsteher Friedel Schwarz.

Am 15.10.2021 wurde in einer Versammlung der Vorstand des Vereins neu gewählt. Julian Schmal übergab den Vereinsvorsitz an Torsten Schwarz, der bereits Anfang der 2000er Jahre den Verein geführt hatte.
Das Orchester befand sich zu dieser Zeit in Vorbereitungen eines Neujahrskonzertes 2022, das als ein Best-of Konzert der zahlreichen Konzerte vor der Pandemie geplant war. Doch stiegen die Corona-Fallzahlen abermals über die Wintermonate und das Konzert musste erneut abgesagt werden.

Mit Ende des Winters normalisierte sich endlich die Situation, die Pandemie schien überwunden zu sein. Der MV war ohne große Personalverluste über die schweren Monate gekommen und konnte voller Zuversicht ins Frühjahr 2022 starten. Zu Ostern wurde sogleich die Ostereiersuche als Veranstaltung für die Kinder des Dorfes durchgeführt.
Auftritte bei der Ruhestandsversetzung des Herrn Pastor Bier in Britten, beim Sommerfest der Musikfreunde in Perl und in Rappweiler, ein Stauseekonzert am Seegartenbistro oder auch ein Auftritt beim Viezfest der Musikfreunde Saargau in Bedersdorf konnten über das Jahr hinweg absolviert werden.

Nach den Jahren der sozialen Entbehrungen entschloss man sich gar, ein eigenes Sommerfest als Treffpunkt für die Bevölkerung auszurichten, das am 23. und 24.07.2022 am Bürgerhaus gefeiert wurde.

Einen besonderen Festakt konnte der Verein am 13.10.2022 im Saalbau Losheim begleiten. An diesem Abend wurde dem MV-Ehrendirigenten Gerd Kunz durch Herrn Bürgermeister Helmut Harth die Maria-Croon-Medaille der Gemeinde Losheim am See für seine besonderen Verdienste im Bereich Kultur und Brauchtum verliehen. Auf die außerordentlichen, kulturellen Leistungen von Gerd Kunz ging der Hausbacher Ortsvorsteher Bernd Quinten in seiner Laudatio ein. Der Name Gerd Kunz ist auf besondere Weise mit dem Musikverein Hausbach verknüpft. Sein Wirken umfasst einen Zeitraum von 60 Jahren, davon insgesamt rund 45 Jahre als Vorsitzender oder Dirigent, beides phasenweise sogar in einer Doppelfunktion - lobte Bernd Quinten.
Es war ein feierlicher Abend, an dem das herausragende Engagement des Machers des MV der letzten Jahrzehnte treffend gewürdigt wurde.

Am 31.10.2022 wurde dem Vereinsnachwuchs ein besonderes Event geboten. Erstmals fand für die Kinder die Halloween-Übernachtungsparty im Bürgerhaus statt.
Nach Errichtung der Nachtlager wurde zusammen gespielt, gegrillt, viel gelacht und eine gruselige Nachtwanderung erlebt. Es war eine beeindruckende Veranstaltung für die 22 Nachwuchsmusiker des MV.

Nach den traditionellen Terminen, wie etwa der Weihnachtsmesse zum Jahresende, ging das Jahr 2022 zu Ende.

2023 konnte nun endlich wieder mit einem Neujahrskonzert am 21.01. begrüßt werden. Mit den Musikfreunden Hochwald als Gastverein war das Konzert ein voller Erfolg. Die Bestuhlung im Bürgerhaus reichte bei weitem nicht aus. Viele Besucher, die trotz Schneeglätte kamen, fanden nur noch einen Stehplatz, blieben aber gerne, um den einstudierten Weisen zu lauschen. Der Erlös des Konzertes wurde den schwerkranken Kindern Elian und Jannes in Britten gespendet.

Die Fastnacht 23 forderte den MV tatkräftig. In Britten, Brotdorf und Losheim wurden in diesem Jahr gleich drei Fastnachtsumzüge musikalisch begleitet.

Über das Jahr hinweg wurden diverse Auftritte, wie etwa beim Frühlingsfest der CDU, beim 60-jährigen Jubiläum des Schützenvereins, beim Frühlingsmarkt in Losheim, beim Sommerfest des MV Hilbringen, bei der Kirmes in Losheim oder beim Sommerfest des MV Britten absolviert.

Einen besonderen Tag erlebte der MV am Sonntag, den 03.09.2023. Die Gemeinde Losheim am See hatte eine mobile Trailerbühne mit der Bühnenfläche von 8 x 6 Meter angeschafft, die am 01.09. geliefert wurde. Die Hausbacher Musiker hatten der Gemeinde angeboten, die neue Bühne mit einem Open-Air-Konzert in Hausbach einzuweihen, was breite Zustimmung fand. Es wurde ein toller Konzertabend bei bestem Sommerwetter, der rund 250 Besucher auf den Bürgerhausvorplatz brachte. Die Musiker brillierten vor dieser stolzen Kulisse und begeisterten das Publikum mit den Darbietungen in zwei Programmhälften.
Besonders zu erwähnen war der emotionale Auftritt aller Zöglinge des Vereins beim Abschlussmarsch, dem Steigermarsch. Jürgen Stark, der die Mehrzahl der 18 Kinder ausbildet, hatte mit diesen den Marsch einstudiert, sodass diese zusammen mit dem Orchester ihren ersten großen Auftritt erleben konnten. Eine großartige und motivierende Erfahrung für die Jungmusiker.

Am 22.09.2023 fand die turnusgemäße Generalversammlung des Vereins statt. An diesem Abend übergab Torsten Schwarz nach 35 Jahren Vorstandstätigkeit in verschiedenen Positionen den ersten Vorsitz an die erste Frau in der Geschichte des Vereins in dieser Position, an Dr. Simone Ackermann. Zudem wurde ein Festausschuss aus 6 Personen gewählt, der sich zur Aufgabe machte, das 130-jährige Jubiläum im Mai 2024 zu planen.

Dieses Jubiläumsjahr 2024 wurde abermals mit einem Neujahrskonzert am 13.01. eröffnet. Da der Gastverein kurzfristig absagen musste, gestaltete der MV Hausbach diesmal das Programm alleine. Dennoch war das Bürgerhaus restlos gefüllt und es gelang dem Orchester, ein sehr gelungenes Programm auf die Bühne zu bringen, das den tosenden Applaus der Besucher einbrachte.

Auf nunmehr 130 Jahre zurückblickend, befindet sich der Verein mit einem Mitgliederstand von rund 40 aktiven Musikern und der Rekordzahl von 24 Musikern in Ausbildung seit Jahren in einer soliden Periode. Das Orchester kann dabei die verschiedenen Genres der symphonischen Blasmusik darbieten und ist im oberen Bereich der Mittelstufe anzusiedeln. Ab 2014 wurden mit Ausnahme der beiden Corona-Pausen jährlich unter der Leitung von Raffael Kunz Konzerte im Bürgerhaus durchgeführt, die mehrfach mit Partnervereinen bestritten wurden und stets auf großen Zuspruch der Bevölkerung stießen. Als Konzerttermin etablierten sich Neujahrskonzerte in den ersten Wochen des Jahres.
Viele Höhen und Tiefen wurden in der langen Vereinsgeschichte durchwandert. Zwei Weltkriege forderten furchtbare Opfer. Der Verein überlebte und wurde zum festen und nicht hinweg zu denkenden Bestandteil des dörflichen Lebens. Ob bei frohen oder traurigen Anlässen, bei weltlichen oder religiösen Ereignissen, der Verein war bei unzähligen Veranstaltungen dabei und gewährleistete immer einen passenden musikalischen Rahmen.
Ob es Dorffeste oder Umzüge, Prozessionen oder Gottesdienste waren, der Verein war dabei. Zur Unterstützung anderer örtlicher Vereine, ob durch Teilnahme von Mannschaften an Fußballturnieren, bei Preiskegeln, Schießen und Wanderungen oder als musikalischer Gast zur Bereicherung öffentlicher Veranstaltungen örtlicher und auswärtiger Vereine, der MV wirkte mit.
Gratulationsauftritte bei Jubiläen von Firmen oder zu privaten Anlässen, Wahrnehmung von Traditionsveranstaltungen wie z.B. Volkstrauertag, Martinstag oder das Spielen von Weihnachtsliedern im Ort am Heiligen Abend, der Verein und seine Auftritte sind aus dem öffentlichen Leben kaum noch hinwegzudenken.
Aber auch vereinsinterne Ereignisse haben für die Mitglieder Glanzlichter gesetzt. Erinnert sei an die Ausflüge und Konzertreisen ins In und Ausland wie z.B. im Jahre 1975 nach Rothenburg ob der Tauber, Besuche in Frankreich und Luxemburg, im Jahre 1990 schöne Tage im Alpenland, 1995 Besuch der Südpfalz, 1998 Reise nach Prag gewiss ein Großereignis oder vom 20. bis zum 24.06.2001 Konzertreise in die Toskana zur Partnergemeinde von Losheim nach Capannori.
Zahllose Geschichten ließen sich berichten, viele, viele Veranstaltungen in naher und ferner Umgebung, zahlreiche Touren und Reisen im In- und im Ausland sind Geschichte geworden.

Das große Jubiläumsfest zum 130-jährigen Bestehen steht vom 25. - 27. Mai 2024 bevor, wozu mit den BRASSers erneut eine namhafte Band der Brassmusikszene verpflichtet wurde.
Der Verein hofft in der schnelllebigen und digitalisierten Welt mit seinem Fest ein breites Publikum ansprechen und ein weiteres Highlight in der langen Geschichte des Vereins setzen zu können.


Hausbach, im Mai 2024

gefertigt von Ludwig Schmal, bis 2002 und Raffael Kunz, ab 2002